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Vielbrunn hat nun auch einen Pluto (2016)

Der erst 1930 von Clyde Tombow entdeckte 9te Planet unseres Sonnensytems wurde 1996 von der IAU mehrheitlich zum „Zwergplanet“ herabgestuft. Grund: er ist (größtes) Mitglied der zahlreiche Objekte zählenden Familie des sog. Kuiper-Gürtels und erfüllt damit nicht alle Planeten-Kriterien. Nicht alle Astronomen gehen mit der Entscheidung konform. Dennoch ist er Teil unseres Sonnensystem, zieht seine stark elliptische Bahn in 250 Jahren einmal um die Sonne und ist praktisch aus der Astro-Planetenwelt nicht wegzudenken. Zudem hat er im Juli 2015 „Besuch“ von der NASA-Raumsonde New Horizons bekommen, die uns phantastische Bilder vom mehr als 4 Milliarden km entfernten Himmelsobjekt und seiner Eiswelt lieferte. Da Plutos Bahn zeitweise bis in die Neptunbahn reicht, ist es astronomisch legitim, ihn auf dem Vielbrunner Planetenweg vor dem Neptunmodell anzuordnen (Bild u. Text: B.Christ).

Astronomisches Ereignis in Vielbrunn (2016)

Wieder einmal hatten Vielbrunner Bürger und Externe die Gelegenheit ein seltenes astronomisches Spektakel live mitzuerleben. Am 09. Mai 2016 wurde bei den Vielbrunner “Himmelsguckern” auf den Wiesen vor der Laurentius Kirche mit mehreren Teleskopen der Merkur-Transit beobachtet. Merkur, der kleinste und innere Planet unseres Sonnensystems, zog für mehr als 7 Stunden vor der Sonnenscheibe vorbei. Er konnte (trotz zeitweiser Bewölkung) als kleines schwarzes Scheibchen vor der Sonnenscheibe verfolgt und fotografiert werden.

Informationen zu den Windenergieanlagen im Felgenwald (2016)

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat zwei Windenergieanlagen im Felgenwald bei Vielbrunn genehmigt. Welche Auswirkungen haben diese Anlagen und welche Möglichkeiten bestehen, sich gegen diese Genehmigung zur Wehr zu setzen? Ein Austausch zu diesem Thema fand für interessierte Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, den 24.02.2015 im Sozialraum der Limeshalle statt.

Offener_Brief_WEA_Felgenwald_20-02-2016.pdf

Den Weg freigemacht (2015)

Den krönenden Abschluß der 15-monatigen Planungs- und Umsetzungphase des Projektes PEW (Planeten- und Erdzeitalterweg) feierten Dorfbewohner und Besucher am Sonntag, den 20.09.2015, in Michelstadt-Vielbrunn. Repräsentanten der Stadt, des Ortsteils und des lokalen Heimat- und Touristikvereins (vertreten durch die Vorstandsmitglieder Susan Breitenbach und Heinz Seitz) übergaben den Informations-Wanderweg seiner offiziellen Bestimmung. In seiner Ansprache würdigte Bürgermeister S. Kelbert die von Vielbrunner Bürgern für ihr Dorf geleistete Arbeit und unterstrich den dem Projekt zurunde liegenden Gedanken, daß die Welt sich zwar um uns Menschen dreht, die Welt aber auch ohne uns Menschen ganz gut auskommen könnte. Ortsvorsteher R. Koch dankte dem Initiator und den Ausführenden für ihren persönlichen Einsatz und erhofft sich von der neuen Attraktion zukünftig noch mehr Besucher in Vielbrunn.

Freigabe des Informations-Wanderweges PEW durch S. Kelbert und R. Koch (Foto: Eva Christ)

Hurra, Vielbrunn hat seinen ersten Weltmeister (2015)

Unser Vielbrunner Bub Marco Koch hat seinen Traum wahr gemacht und in Kasan gegen die gesamte Weltelite den Weltmeistertitel über 200 m Brust errungen.

Wir sind stolz auf Marco und gratulieren ihm zu diesem großartigen Triumph!

Flyer erklärt römischen Wachturm auf Vielbrunner Höhe (2015)

Der maßstabgetreue Nachbau eines Wachturms am Ortsrand von Vielbrunn steht dort, wo der Odenwaldlimes im Jahr 110 nach Christi den Gebirgszug als Teil des mächtigen Schutzwalls des Römischen Reiches durchtrennte. Was es mit der Rekonstruktion des Holzwachturms an der Turmstelle 10/15 im Einzelnen auf sich hat, erklärt nun ein ansprechend gestalteter Flyer „Römischer Wachturm Vielbrunn“, publiziert vom Heimat- und Touristikverein Vielbrunn. Den Text dazu hat maßgeblich der Vielbrunner Heimatforscher Norbert Allmann zusammengetragen.

Das touristische Kleinod am Rand der Landesstraße 3349, das gemeinsam vom SPD-Ortsverein und dem Heimat- und Touristikverein Vielbrunn betreut wird, kann regelmäßig samstags und sonntags zwischen 10 und 18 Uhr sowie während der Schulferien besichtigt werden. Einst waren solche Grenzstationen von sechs- bis achtköpfigen Wachmannschaften besetzt.

Der Flyer „Römischer Wachturm Vielbrunn“ ist in den gastronomischen Einrichtungen von Vielbrunn sowie in der Gästeinformation am Michelstädter Marktplatz (Telefon 06061-9794110) sowie im Turm selbst kostenlos erhältlich und kann hier heruntergeladen werden.

SOFI – Top-Ereignis in Vielbrunn (2015)

Interessierte vor der Laurentiuskirche (Foto: Dr. Bernhard Christ)

Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich in Vielbrunn am Freitagmorgen (20.03.2015) auf dem Rasen vor der Laurentius-Kirche weit mehr als einhundert Personen ein. U.a. angeregt durch den abends zuvor im Gemeindehaus gehaltenen Astronomie-Vortrag “Finsternisse” und informiert über die Medien kamen Gruppen aus dem örtlichen Kindergarten, verschiedenen Schulen der Nachbarstädte und Privatleute, um die diesjährige partielle Sonnenfinsternis “live” mit zu erleben. Die jungen bis ins hohe Alter Interessierten aus unterschiedlichen Bereichen des Odenwaldes konnten den gesamte Vorgang durch verschiedene, vom Heimat- und Touristikverein bereitgestellte Teleskope, Fernglas und Sonnenschutzbrillen beobachten und erfuhren in Begleitgesprächen, was da im Einzelnen am Himmel vor sich ging. Besonders beeindruckt waren Besucher auch durch die Möglichkeit der Beobachtung der Sonnenfinsternis im Kalzium-K-Licht, einem Wellenlängenbereich bei 396 nm (blau), in dem die sonst durch die Photosphäre überdeckte Chromosphäre eindrucksvoll zu sehen ist. (Text: Dr. Bernhard Christ)

Sonne im Kalzium-K-Licht – zum Vergößern bitte anklicken (Fotos: Dr. Bernhard Christ)

Marco Koch erringt Vizeweltmeistertitel (2014)

Bei den Kurzbahnweltmeisterschaften der Schwimmer in Doha hat unser Vielbrunner Bub Marco Koch seinen nächsten internationalen Erfolg errungen. Über 200 m Brust musste er sich nur seinem Dauerrivalen Daniel Gyurta aus Ungarn geschlagen geben und errang die Vizeweltmeisterschaft.

Zu diesem überragenden Erfolg gratulieren wir herzlich.

Ehrung für Europameister Marco Koch (2014)

Deutscher Spitzenschwimmer trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Michelstadt ein.

Südhessen und der Odenwald waren in der Vergangenheit nicht unbedingt dafür bekannt, die Herkunftsregion von vielen deutschen wie auch international erfolgreichen Spitzensportlern zu sein. Doch spätestens mit Namen wie Timo Boll und Sebastian Vettel hat sich das geändert und nun gesellt sich auch Europameister Marco Koch zu diesem illustren Kreis. Der frischgebackene Europameister bei der Schwimmeuropameisterschaft 2014 in Berlin in der Disziplin „200-m-Brustschwimmen“, Halter des deutschen Rekords und seit kurzem auch hessischer Sportler des Jahres hat familiäre Wurzeln in Vielbrunn. Auf Vorschlag des Ortsbeirates hat die Stadt Michelstadt sehr gerne und wohl auch mit ein wenig Stolz eine Einladung an den Sportler ausgesprochen, um ihn mit seinem Eintrag in das Goldene Buch zu ehren. Im Rahmen einer Feierstunde im „Dietrich-Bonhoeffer-Haus“ in Vielbrunn begrüßte Bürgermeister Stephan Kelbert neben einigen Mandatsträgern auch Verwandte, Freunde und Wegbegleiter von Marco Koch. Einen kurzen Abriss der errungenen Titel und erhaltenen Auszeichnungen des Athleten gab Ortsvorsteher Reinhold Koch, eine komplette Aufzählung aller Pokale hatte er sich dabei erspart, sie hätte ganz einfach den zeitlichen Rahmen gesprengt. Er schloss den offiziellen Teil des Abends, nicht ohne vorher von Marco Koch das Versprechen einzufordern, sich hin und wieder einmal in Vielbrunn sehen zu lassen.

Das Foto zeigt v.l. Bürgermeister Stephan Kelbert, Marco Koch und Ortsvorsteher Reinhold Koch.

Neuer Standort für altes Denkmal (2013)

Kurz nach Ende des 1. Weltkrieges war es ein Bedürfnis der Bewohner des Vielbrunner Weilers Bremhof, ihren gefallenen Söhnen ein Mahnmal zu errichten. Dies sollte alle Bremhöfer an die Schrecken des Krieges und die aus ihrer Mitte gerissenen Einwohner erinnern. Viele Jahre stand dieses Denkmal in der Nähe der Anwesen Rummel / Stier und fristete besonders seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Schattendasein. Die Anlage verkam mehr und mehr. Dies bewog schließlich in den 90er Jahren die Stadtverwaltung Michelstadt eine Versetzung des Mahnmals und Planierung des alten Standorts ins Auge zu fassen. Der städtische Bauhof wurde beauftragt und der Gedenkstein fand einen neuen Platz in einer Ecke des Vielbrunner Friedhofes. Dort erfuhr er jedoch das gleiche Schicksal, wie zuvor auf dem Bremhof. Er wurde vergessen und verschwand unter Büschen und Bäume derart, dass den meisten Vielbrunner Bürgerinnen und Bürgern die Existenz dieses einmaligen Zeitdokumentes gar nicht mehr bewusst war. Im Jahr 2012 beauftragte der Vielbrunner Ortsbeirat den örtlichen Familienforscher Holger Weber mit der Erstellung einer Liste erhaltenswerter Grabdenkmäler des kommunalen Friedhofs in Vielbrunn. Weber stieß dabei auf das Mahnmal und schlug dem Ortsbeirat vor, einen würdigeren Platz für dieses zu finden. Ortsvorsteher Reinhold Koch unterstütze diese Idee sofort und so wurde die Südseite der alten Aussegnungshalle zum neuen Aufstellungsort bestimmt. Holger Weber erklärte sich bereit, die Umsetzung des Mahnmals in die Wege zu leiten. Dadurch konnte diese für die Stadt Michelstadt kostenneutral gestaltet werden. Mit den Vielbrunner Bürgern Daniel Talmon und Philipp Haas fand Weber zwei Mitstreiter, die ihr handwerkliches Können und ihren Maschinenpark einbrachten. Zunächst wurde der Sockel des Mahnmals ausgegraben, der Beton entfernt und ein neues Fundament vorbereitet. Danach wurde der Stein per Radlader an seinen neuen Platz gebracht und befestigt. Ein besonderes Kleinod der Vielbrunner Geschichte bekam so einen würdigen Standort. Ortsvorsteher Reinhold Koch dankte den drei Beteiligten im Namen aller Vielbrunner Bürgerinnen und Bürger für Ihren Einsatz herzlich.

Das Mahnmal an seinem originalen Standort (um 1920), eingewachsen hinter den Hecken und an seinem jetzigen Standort auf dem Vielbrunner Friedhof. (Repro & Fotos H. Weber)

Geopunkte in Vielbrunn (2011)

Auf Antrag des Ortsbeirates hat der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald zwei weitere kulturhistorisch bedeutsame Stätten im Michelstädter Stadtteil Vielbrunn als Geopunkte ausgewiesen und jeweils mit einer Informationstafel bestückt. Neben den schon vorhandenen Geopunkten Historisches Wasserwerk und Kastell Hainhaus wurden jetzt die evangelische Laurentiuskirche und der Fünf-Röhren-Brunnen in der Ortsmitte in die Liste des Geo-Naturparks aufgenommen. Diese Geopunkte präsentieren allgemeinverständlich landschaftliche, erdgeschichtliche und kulturhistorische Besonderheiten in den Kommunen des Geo-Naturpark-Gebiets mit Informationstafeln. Die aufgestellten Tafeln weisen auf die kulturhistorische Bedeutung beider Anlagen hin und beschreiben ihre Geschichte. Der Fünf-Röhren-Brunnen, der früher auch „Mitteldorfbrunnen“ genannt wurde, war mit hoher Wahrscheinlichkeit die erste Wasserstelle bei der Besiedlung des Ortes vor über 1000 Jahren und gleichzeitig als der „gefüllte Brunnen“ in den unterschiedlichsten Schreibweisen der Namensgeber des Dorfes. Der älteste Teil der evangelische Kirche, die dem Heiligen Laurentius geweiht ist, der Westturm, wurde im Jahr 1495 erbaut. Es ist eine der am besten erhaltenen Wehrkirchen im Odenwald, die nicht nur der Ausübung der Gottesdienste der Gläubigen sondern auch dem Schutz der Bürger diente. Im Innern der Kirche sind sehr schöne Wandmalereien und in dem spätgotischen Kreuzgewölbe Deckenfresken erhalten, die die vier Evangelisten als Symbole darstellen. Der Ortsbeirat hofft, mit diesen Informationstafeln an den beiden für den Ort historisch bedeutsamen Stätten, das Interesse der Bürger und Gäste an der Geschichte des Dorfes zu wecken, zumal Vielbrunn im kommenden Jahr den 1000. Jahrestag seiner ersturkundlichen Erwähnung feiert.

Löwenköpfe zieren Fünf-Röhren-Brunnen (2011)

Am Fünf-Röhren-Brunnen lief bisher nur auf der Westseite das Wasser aus einem Löwenkopf in den Brunnentrog. Jetzt laufen alle fünf Röhren aus dem Maul eines Löwen. Die Idee, alle Röhren des Brunnens mit Löwenköpfen zu verzieren, konnte verwirklicht werden, nachdem Adam Wamßer sich um die Herstellung der Köpfe gekümmert und das erforderliche Material gespendet hat.

Vielbrunn mit eigenem Webauftritt (22.06.2011)

Der Michelstädter Stadtteil Vielbrunn hat aus Anlass des Jubiläums der ersturkundlichen Erwähnung im Jahr 1012 für die anstehenden Feierlichkeiten ein eigene Webseite erstellt. Da die Seite der Stadt Michelstadt aufgrund der Menge an Informationen, die dort zu präsentieren sind, unübersichtlich wird, hat sich der Ortsbeirat entschlossen, die gelungene Jubiläumshomepage als dauerhaften Internetauftritt für Vielbrunn umzugestalten. Dieser eigenständige Internetauftritt ist keinesfalls als separatistischer Akt zu verstehen, sondern erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt Michelstadt und dient ausschließlich der besseren Übersichtlichkeit der Präsentation des Stadtteils Vielbrunn.

Ich hoffe, Sie haben Spaß mit unserer Homepage und finden die Informationen, die Sie suchen.

Herzlich willkommen im virtuellen Vielbrunn

Reinhold Koch
Ortsvorsteher